Die Suche beginnt

Über 37.000 Kandidaten – und damit so viele wie noch nie – haben sich dieses Jahr beworben, um “Das Supertalent 2009″ zu werden und 100.000 Euro Siegprämie zu gewinnen. Ab Freitag, 16. Oktober, 20.15 Uhr (und ab 17. Oktober immer samstags, 20.15 Uhr), beginnt RTL mit der elfteiligen Suche nach dem Unterhaltungstalent, das Millionen in seinen Bann zieht. RTL zeigt zuerst die Castings mit der ganzen Bandbreite der Bewerber – von der 4-jährigen Sängerin bis zum 95-jährigen Akrobaten, von der Tierdressurnummer bis hin zu Mr. Methan, der Lieder furzen kann. Dieter Bohlen und Sylvie van der Vaart sprechen im Interview über beeindruckende Talente, sich selbst überschätzende Kandidaten und Meinungsverschiedenheiten in der Jury.

Dieter, auf was können sich die Zuschauer bei der neuen Staffel “Das Supertalent” freuen?

Dieter Bohlen: Nach dem grandiosen Sieg von Michael Hirte haben sich viele Leute dazu aufgerafft, endlich beim Supertalent dabei zu sein. Neu ist, dass wir nicht nur Talente aus Deutschland dabei haben, sondern auch aus Österreich, der Schweiz, Schweden, England und auch Russland. Menschen aus vielen Ländern haben unsere Sendung gesehen und sind zu uns gekommen. Dadurch gibt es eine viel größere Bandbreite an Talenten – allerdings auch an Schwachmaten.

Was waren Ihre Highlights?

Bohlen: Es liegen alle sehr dicht beieinander. Im letzten Jahr hatte ich mit Michael Hirte relativ früh meinen Favoriten, dieses Jahr ist es nicht so. Ich hab’ im Moment überhaupt keine Peilung, wer gewinnen wird. Es muss ja nicht unbedingt immer ein Musiker sein. Wir hatten auch tolle Tänzer und Akrobaten dabei. Ich hab’ noch keinen Favoriten, da bin ich ganz ehrlich.

Welche Talente finden Sie persönlich am besten?

Bohlen: Ich bin durch meine Vergangenheit bei “DSDS” mit Sängern sehr kritisch, die haben es bei mir schwer. Dann freut man sich umso mehr, wenn man Leute sieht, die mit Hunden arbeiten oder mit Seelöwen. Tiernummern finde ich klasse und diese wahnsinnigen Akrobaten. Auch die lustigen Nummern. Es gibt viele Menschen, bei denen man denkt, Mensch, da kommt jetzt irgendein Vollpfosten. Dann machen die etwas, was einen total überrascht. Es gibt dieses Mal sehr skurrile Sachen bei uns. Es gibt einen Furzer. Das kann man sich zwar nicht vorstellen, aber der kann jede Nummer, also auch Strauss, Brahms und Beethoven, also teuerstes Kulturgut, furzen und trifft echt die Töne. Man kann es kaum glauben, aber es ist so.

Sylvie, was war der schlimmste Act, wo Sie dachten, oh mein Gott?

Sylvie van der Vaart: Das war dieser Mann, der auf der Bühne nur gepupst hat – Songs gepupst hat. Ich verstehe da die zwei Juryherren an meiner Seite nicht, die ihn gut fanden. Ich glaube, dass ist so ein Männerding.

Kennen Sie das Gefühl des Fremdschämens?

Sylvie van der Vaart: Ja , das kenne ich. Das Gefühl hatte ich schon ein bisschen bei dem Pupser, das muss ja wirklich nicht sein. Der hat sogar durchs Pupsen brennende Kerzen ausgemacht. Tja, das hält mancher wohl für ein Talent.

Dieter, Sie fanden auch nicht alle Talente gut?

Bohlen: Wir haben wieder unheimlich schlechte Sänger und Akrobaten, Menschen, die sich total überschätzt haben. Wir haben Leute, die überhaupt nicht tanzen können. Wir hatten einen Mann, der strippte, sich bis zu seinem String-Tanga auszog und dabei eine Bauchwelle zeigte, das war schon manchmal heftig. Oder Leute, die meinten, sie hätten die härtesten Bauchmuskeln, und sich dann Stühle auf dem Bauch zerschepperten. Überschätzungen, so hoch wie bis zum Mond und zurück. Es gibt sehr viele Leute, bei denen ich dachte, die haben nicht alle Latten am Zaun, und über die wir sehr viel gelacht haben. Ich glaube, wir haben sie auf den Weg der Erkenntnis geschickt.

Sylvie, können Sie verstehen, dass Leute, die überhaupt nichts können, immer wieder kommen?

Sylvie van der Vaart: Ich glaube, es ist das Magische am Fernsehen. Diese Leute sehen sich Zuhause im Fernsehen oder werden von Leuten aus ihrem Umfeld oder auf der Straße angesprochen, und empfinden das als etwas Besonderes. Es tut ihrem Ego gut, sie fühlen sich vielleicht für einen Moment wie ein Star. Und dieses Gefühl scheinen sie so zu mögen, dass sie im Fernsehen auftreten wollen.

Zum Supertalent kommen Leute mit ganz großen Träumen. Haben Sie noch Träume, die Sie sich gerne erfüllen würden?

Sylvie van der Vaart: Ja, absolut, ich habe noch Träume. Beruflich möchte ich noch einmal etwas Tolles moderieren, vielleicht eine große Show. Eine große Entertainment-Show. Privat möchte ich noch ein zweites Kind haben.

Sie haben sich die Entscheidung ja nicht leicht gemacht, jetzt hier wieder beim Supertalent dabei zu sein…

Sylvie van der Vaart: Ja, die Entscheidung war nicht leicht, obwohl ich super gerne wieder dabei sein wollte. Ich wusste nur nicht, wie ich auf die Chemotherapie reagiere. Ich bin ein Kontrollfreak, aber in dieser Sache wusste ich nicht, was passieren wird. Ich musste also einfach nach meinem Gefühl eine Entscheidung treffen. Ich bin froh, dass ich zugesagt habe, weil es mir wieder gezeigt hat, dass ich eine starke Person bin. Man ist natürlich immer etwas unsicher, wenn man etwas noch nicht erlebt hat. Aber ich glaube, ich habe das gut gemacht.

(c) RTL

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The_Gecko 1. Dezember 2009 um 00:15

Hallo,

einwas werde ich wohl nie verstehen.

Warum Sänger und Sängerinnen beim Supertalent mitmachen dürfen.

Gibt es dafür nicht schon genügend eigene Sendungen wie Superstar, Popstar und ähnliches?

Aber vermutlich haben diese die größeren Gewinnchancen und sind besser zu vermarkten und bringen somit mehr Geld …

Bella 25. Mai 2010 um 15:44

aber es gib auch sänger die unter 16 sind und die dürfen dann nicht bei “Deutschland sucht das Supertalent” oder bei “Popstars” mitmachen.

Bella 25. Mai 2010 um 15:45

hab mich vertippt bei “Deutschland sucht den Superstar”

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